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27.09.2023

Digitale Debatte über Umwelt wird laut der FGV-ECMI hauptsächlich von Desinformation geprägt

In diesem Jahr gewann der Diskurs zum Umweltschutz an Bedeutung. Die Debatte in den digitalen Medien wird jedoch von besonders vielen Falschinformationen geprägt

Derzeit sieht sich die Welt mit einer Krise konfrontiert, die rund um den Globus immer präsenter wird und mit konstant anwachsender Dringlichkeit Lösungen erfordert. Die jüngste Unwetterkatastrophe im Bundestaat Rio Grande do Sul, Lulas Rede vor den Vereinten Nationen und die aktuelle Hitzewelle in Brasilien heizten die Umwelt-Diskussion in den wichtigsten sozialen Medien an. Die Studie der Hochschule für Kommunikation, Medien und Information (ECMI) der FGV zeigt auf, dass mit Anstieg der Online-Interaktionen zu diesem Thema die Anzahl an verbreiteten Verschwörungstheorien und falschen Informationen zunahm. 

Laut der FGV-ECMI-Forscherin Laura Pereira werden vor allem auf WhatsApp und Telegram derartige Verschwörungserzählungen am häufigsten geteilt. Sie erklärte in einem Interview mit der Zeitung O GLOBO: „Interessant an dieser Debatte ist, dass klimatische Veränderungen nicht geleugnet werden. Sie beeindrucken und werden zu Nachrichten. Dabei gibt es aber eine zweite, stark politisierte Ebene beim Teilen von Inhalten. Diese bezieht sich auf die Frage, wer dafür verantwortlich gemacht werden sollte. Die Leugnung des Klimawandels taucht zwar in dieser Debatte auf, jedoch geht es dabei dann häufig nicht um die Leugnung klimatischer Phänomene selbst. Vielmehr werden Verschwörungstheorien zur Erklärung herangezogen. So seien die klimatischen Veränderungen beispielsweise von globalistischen Handlungen manipuliert.“  

Bei der digitalen Debatte nahmen die klimatischen Veränderungen einen großen Raum in den sozialen Netzwerken ein. Laut der Untersuchung war das Thema im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 19. September 2023 Gegenstand von mehr als 1,1 Millionen Erwähnungen. Die allgemeine Diskussion in den Netzwerken basierte hauptsächlich auf Verschwörungstheorien und falschen Informationen, die von Internetnutzer*innen geteilt wurden. Die Online-Interaktionen zu dieser Debatte erreichten Spitzenwerte, als zwei Aspekte in Betracht gezogen wurden: 1) extreme Wetterereignisse wie die Umweltkatastrophe in Rio Grande do Sul und die aktuelle Hitzewelle in Brasilien sowie 2) der politische Aspekt, der in Verbindung steht mit Lulas Rede bei der UN und der Rechenschaftspflicht der Regierung angesichts der aktuellen Umweltkrisen.  

 

Die vollständige Untersuchung finden Sie hier.

 

 

 

Die Äußerungen von Mitarbeiter*innen der Fundação Getulio Vargas, die in Artikeln und Interviews anderweitiger Kommunikationskanäle getätigt werden, entsprechen ausschließlich den Meinungen der Autor*innen und nicht notwendigerweise der institutionellen Haltung der FGV. FGV-Verordnung Nr. 19/2018.

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