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21.05.2024

FGV-Kommunikation/Rio untersucht die Online-Debatte über die Katastrophe in Rio Grande do Sul: Der Konflikt zwischen Öffentlichem und Privatem sticht hervor

Die Studie „Zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten: Desinformation, Solidaritätsaktionen und die digitale Mobilisierung rund um die Katastrophe in Rio Grande do Sul“ identifiziert Themen, die in sozialen Medien im Kontext der Überschwemmungen diskutiert wurden

Die Studie „Zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten: Desinformation, Solidaritätsaktionen und die digitale Mobilisierung rund um die Katastrophe in Rio Grande do Sul“ wurde von der FGV-Kommunikation/Rio im Rahmen des Projekts „Medien und Demokratie“ durchgeführt. Es wurden die Interaktionen und vorherrschenden Narrative analysiert, die zwischen dem 1. und dem 15. Mai auf X, Facebook und Instagram hervortraten.

Die Krise im Süden Brasiliens löste am 1. Mai eine landesweite, polarisierte Debatte auf der Plattform X aus. An dieser nahmen Accounts teil, die sechs Kategorien zugeordnet werden können: Rechte, Linke, Organisator*innen von Spendenkampagnen, Unterhaltungsseiten, Fanclub-Seiten und private Profilseiten.  Dabei war ein heftiger Streit darüber festzustellen, wer mehr für das Bundesland getan hat. Daran beteiligt waren die durch den Gouverneur Eduardo Leite vertretene Landesregierung, die Bundesregierung sowie Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und Influencer*innen wie Pablo Marçal. Die Analyse der fünfzig Accounts mit der höchsten Reichweite zeigt, dass private Profilseiten sowohl im linken als auch im rechten Spektrum deutlich überwogen, zum Nachteil politischer Akteur*innen und Organisationen. Aber auch andere Gruppen, bestehend aus unbekannten Privatpersonen, spielten eine relevante Rolle in der Diskussion.

Auf Instagram erreichten Postings von Influencer*innen und prominenten Personen, die sich in irgendeiner Weise für die Unterstützung der Opfer engagierten, die höchste Reichweite. Beiträge von bekannten Persönlichkeiten wie DJ Alok, Komödiant Whindersson Nunes, Model Gisele Bündchen und Davi Brito, Gewinner der 2024-Ausgabe von „Big Brother Brasil“, erzielten die höchsten Engagement-Raten bei der Debatte auf der Plattform, sodass die Beteiligung von politischen Akteur*innen kaum relevant war. Darüber hinaus gehörten dazu Beiträge vom Surfer Pedro Scooby, der Unterhaltungsseite Gina Indelicada und weiteren Klatsch- und Unterhaltungsseiten.

Auf Facebook stachen verschiedene Arten von Seiten hervor, von traditionellen Medienkanälen über rechte und linke parteiischen Seiten bis hin zu Sport- und Regionalseiten. Der Schwerpunkt lag auf Städten im Süden, wobei Aktionen von Influencer*innen zusammen mit Updates über die Risiken der Regenfälle und die Lage einzelner Städte ebenfalls thematisiert wurden. Schließlich wurden auch der Prominentenkultur gewidmete Seiten wie die der Zeitschriften Caras, Contigo und Quem sowie der Website Splash UOL identifiziert.

Was Regierungsbehörden anbelangt, so waren die Landesregierung von Rio Grande do Sul, der Zivilschutz und einige Gemeindeverwaltungen die einzigen, die auf der Plattform hervorzuheben waren. Die analysierten Facebook-Postings ließen sich in sieben Hauptthemen unterteilen: Solidaritätsaktionen (41,65 % der Interaktionen), Klimakatastrophe (41,02 %), Tierrettung (8,88 %), Desinformation und beleidigende Äußerungen (4,41 %), Wirtschaft (2,34 %), öffentliche Sicherheit (1,63 %) und Berichte über sexuelle Gewalt in Notunterkünften (0,06 %).

Die vollständige Studie finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veja o relatório completo,

Die Äußerungen von Mitarbeiter*innen der Fundação Getulio Vargas, die in Artikeln und Interviews anderweitiger Kommunikationskanäle getätigt werden, entsprechen ausschließlich den Meinungen der Autor*innen und nicht notwendigerweise der institutionellen Haltung der FGV. FGV-Verordnung Nr. 19/2018.

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